Naturreisen in der Extremadura

Naturbeobachtung und Wandern in der Extremadura - individuell


1 Woche Exkursionen - kleine Wanderungen - Natur- und Vogelbeobachtung
(ganzjährig zu Ihrem Wunschtermin)


Sie verbringen eine Woche im Herzen der Extremadura, wohnen in einer liebevoll ausgestatteten und geführten „Casa Rural" nahe Trujillo und wählen jeden Tag aus den von uns zusammengestellten Exkursionsvorschlägen aus. Mit dem (Miet-)Wagen und unseren sorgfältig dokumentierten Texten erkunden Sie alle wesentlichen Naturlandschaften auf Spaziergängen und leichten Wanderungen. Sie steuern somit gezielt die ergiebigsten Naturgebiete in den endlosen Weiten der Extremadura an. Selbstverständlich berücksichtigen die Routenvorschläge auch kulturelle Besonderheiten (die Städte Trujillo, Cáceres, Mérida, das Kloster Guadalupe, mittelalterliche Brücken, malerische Dörfer...), der Schwerpunkt liegt aber auf den einzigartigen Naturlandschaften, der Beobachtung der Vogelwelt und konkreten Spazier- und Wanderbeschreibungen in den schönsten Naturlandschaften.

Die Vorschläge die wir Ihnen in die Hand geben füllen sogar mehr als die 6 Aufenthaltstage, so dass Sie ganz individuell auswählen können. Zusätzlich bieten wir Ihnen noch einen sehr persönlichen Service an: Sie können im Vorfeld Ihrer Reise oder auch noch vor Ort direkt mit mir (Roberto Cabo) telefonieren um ggf. spezielle Fragen zu den naturkundlichen Gegebenheiten zu erörtern. Von März bis Mai bin ich meist auch direkt vor Ort und biete naturkundliche Führungen an (individuell oder in Kleinstgruppen) denen Sie sich natürlich auch tageweise anschließen können.

 

So könnte Ihre Woche in der Extremadura verlaufen:

 

1. Tag: Ankunft mit dem Mietwagen (z. B. aus Sevilla oder Madrid) in Ihrer Unterkunft nahe Trujillo. Je nach Ankunftszeit können Sie bereits einen schönen Spaziergang vom Dorf aus in die Sierra de los Lagares machen.

 

2. Tag: Nationalpark Monfragüe. Spaziergang entlang des völlig naturbelassenen Rio Almonte, dann kurze Weiterfahrt zu einer riesigen, beeindruckenden Gänsegeierkolonie... Wanderung durch mediterranen Wald entlang der Nordflanke bis zur Burgruine von Monfragüe (alternativ Auffahrt mit dem Auto, so dass nur noch ein kurzer aber relativ steiler Aufstieg über Treppenstufen zu Fuß bewältigt werden muss).

Picknick am Tajofluß. Am Nachmittag Besuch des Infozentrums und Fahrt durch den Nationalpark mit verschiedenen Stopps zur Beobachtung von Schmutzgeier, Schwarzstorch, Kaiseradler, Uhu... Bei besonders schönem Fotolicht am Nachmittag durchqueren Sie eine uralte Korkeichendehesa mit der Möglichkeit zu einem herrlichen Spaziergang.

Rückfahrt entweder über die Autobahn... oder aber auf gleichem Wege zurück um die nun am Abend zur Äsung erscheinenden Hirsche im NP beobachten zu können.

 

3. Tag: In den Steppen um Trujillo. Beobachtung von Groß- und Zwergtrappen und anderen Bewohnern großer, offener und extensiv beweideter Landschaften. Mittagsrast an einer wunderschönen, mittelalterlichen Brücke über den Rio Almonte mit Spaziergang entlang des Flusses. Kurze Weiterfahrt in die Villuercasberge zu einem außergewöhnlich malerisch gelegenen Dörfchen auf knapp 1.000 m Höhe mit spektakulären Ausblicken und einer vielfältigen Pflanzen- und Vogelwelt die auf einem Spaziergang am Fuß der imposanten Felswände erkundet wird. Rückfahrt auf einsamen Straßen, durch sehr schöne Landschaften.

 

4. Tag: Wanderung durch sehr schöne Dehesalandschaft. Die parkartigen Eichendehesas sind fast alle im Privatbesitz und aufgrund der ganzjährigen, extensiven Viehbeweidung umzäunt und somit meist nicht zugänglich. Die hier vorgeschlagene Wanderung verläuft hingegen auf einer alten Viehtrift und ist damit frei zugänglich. Der Weg ist absolut eben und breit; Gesamtdauer für Hin- und Rückweg ca. 4-5 Stunden.

Am Nachmittag Beobachtungen in einem Naturschutzgebiet (flacher Stausee mit ausgedehnten Schilfzonen). Hier können mit etwas Glück alle europäischen Reiherarten (auch Zwergdommel) sowie das Purpurhuhn beobachtet werden. An der imposanten Wehrkirche im benachbarten Dorf lassen sich die Rötelfalken aus der Nähe an ihren Bruthöhlen beobachten.

 

5. Tag: Steppengebiete zwischen Trujillo und Cáceres. Heute bietet sich eine weitere Chance zur Beobachtung der imposanten aber sehr scheuen Großtrappen und der schönen Zwergtrappen. Weiterfahrt entweder direkt nach Cáceres oder mit einem Schlenker auf kleinen Straßen zu einer Weißstorchkolonie in Pinien und an einen kleinen See mit Wasservögeln und der Chance Fischotter zu beobachten.

Am Nachmittag Besuch von Cáceres und/oder Spaziergang in der einmaligen Landschaft mit riesigen Granitfelsen „Los Barruecos". Auf diesen Felsen nisten ebenfallls Störche. Die Werke des deutschen Künstlers Wolf Vostell sind teilweise in die Granitlandschaft integriert sowie im sehenswerten Museum am See ausgestellt.

 

6. Tag: Vormittags Besteigung (leichter Aufstieg) auf den Berg „Pico de Santa Cruz" mit enorm weiten Aussichten in alle 4 Himmelsrichtungen.

Am Nachmittag können Sie die Altstadt und Burg von Trujillo erkunden: schöne Gassen, blühende kleine Plätze und Patios, eine Vielzahl historischer Gebäude mit Namen bekannter Konquistadoren sowie Kirchen und Konvente. Der Vogelreichtum dieses Städtchens ist ebenfalls bemerkenswert: Störche, Dohlen, Segler und Schwalben in großer Zahl und eine der größten Rötelfalkenkolonien in Spanien verbinden die Naturbeobachtung harmonisch mit dem Eintauchen in die Geschichte und in die schöne Bausubstanz von Trujillo.

 

7. Tag: An diesem letzten Tag können Sie ein bereits besuchtes Gebiet (wo es Ihnen besonders gut gefallen hat) zum zweiten Mal  aufsuchen um die Erlebnisse dort zu intensivieren.

Der Tag kann auch ein kulturelles Ziel haben wie das Kloster von Guadalupe, die Römerstadt Mérida, die Altstadt von Cáceres (Weltkulturerbe) oder noch mal ein Bummel durch das schöne Trujillo....

Alternativ oder zusätzlich schlagen wir eine Wanderung vor, die durch Dehesas und an Reisfeldern vorbei führt. Genutzt wird dabei eine ehemalige Zugtrasse die vor einigen Jahren als Wander- und Fahrradweg ausgebaut wurde.

 

8. Tag: Abreise oder Verlängerung

 

Leistungen:

  • 7 x Übernachtung/Frühstück in einer liebevoll geführten Casa Rural, 15km südl. von Trujillo. Das Abendessen ist nicht im Preis enthalten. Sie können auf Wunsch und nach Absprache in der Casa Rural essen oder auswärts - damit bewahren Sie sich größtmögliche Flexibilität.
  • Detailliertes Informationsmaterial mit ausgearbeiteten Tagesprogrammen (s. o.) für Naturbeobachtungen, kleine Wanderungen, Städtebesuche... im zentralen und schönsten Teil der Extremadura rund um Trujillo.

 

Preis p. Person:

  • 260,- € im Doppelzimmer
  • 290,- € im Einzelzimmer

 

Einen Mietwagen buchen wir gerne nach Ihren Wünschen für Sie dazu.

 

Veranstalter: Terraviva Reisen e. K.

 

 

Literaturempfehlung:

terra NaturReiseführer Spanien; Roberto Cabo; Verlag Tecklenborg

Michelinkarte „Extremadura" 1:400.000; Karte Nr. 576

 


Ein Aufenthalt in der Extremadura unter naturkundlichem Aspekt ist fast ganzjährig empfehlenswert – mit Ausnahme der Sommermonate von Mitte Juni bis Ende August. Die optimale Jahreszeit für die Beobachtung der Brutvögel und der Flora reicht von etwa Mitte Februar bis Anfang Juni. September und Oktober sind klimatisch sehr angenehme Monate, die noch anwesenden Brutvögel und das Vogelzuggeschehen machen einen Besuch immer lohnenswert. Dies ist auch die Zeit der Hirschbrunft, für die wir Ihnen geeignete Stellen nennen können. Mit den ersten Herbstregen überzieht sich das Land sofort wieder mit einem grünen Schleier.
Ab November und bis Ende Februar erscheinen dann die Kraniche in ihrem wichtigsten europäischen Überwinterungsgebiet, außerdem zahlreiche Gänse und Enten, die an manchen Seen zu Tausenden beobachtet werden können. Außerdem sind natürlich auch im Winter so emblematische Arten wie Gänse- und Mönchsgeier, Kaiser- und Habichtsadler, Zwerg- und Großtrappe neben vielen anderen ganzjährig anwesenden Vogelarten zu beobachten. Zusätzlich wird das Artensprektrum noch durch die vielen mittel- und nordeuropäischen Überwinterer bereichert, wie Kiebitze, Feldlerchen, Goldregenpfeifer, Ammern und Pieper, Merlin und Kornweihe...

 

Das Klima der Extremadura ist nicht "extrem" wie man gelegentlich und fälschlicherweise lesen kann. Die Region weist mediterrane und atlantische Klimaeinflüsse auf, mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Wolkenbildung und entsprechende Niederschläge können von Herbst bis in den Mai hinein auftreten, ihre Intensität variiert von Jahr zu Jahr. Die Pflanzenwelt ist daran angepasst. Die Temperaturen im Frühling variieren ebenfalls – manchmal empfindlich kühle Tage wechseln ab mit sommerlich warmen! Daher sollte, gerade in den Frühlingsmonaten, die Kleidung diesen unterschiedlichen Wetterverhältnissen angepasst sein.
Ab Mai kann ergänzend auch ein Besuch der nördlichen Extremadura mit den Hochlagen der Sierra de Gredos erfolgen. Iberische Steinböcke, Ortolan, Steinrötel, Alpenbraunelle und Blaukehlchen können hier in den Hochlagen beobachtet werden und an den vielen schluchtartigen Flüssen kann gebadet und gewandert werden.