Naturreisen in der Extremadura

Geschichte & Kultur der Extremadura


Selbstverständlich ist die Region neben den hier hervorgehobenen naturkundlichen Aspekten auch aus kulturhistorischem Blickwinkel interessant und beide Perspektiven lassen sich anlässlich eines mehrtägigen Aufenthaltes gut miteinander verbinden. Nachstehend ein kurzer Überblick:

Über 20.000 Jahre alte, beeindruckende Höhlenzeichnungen in einer Höhle bei Cáceres und Dolmen (Steingräber) aus der Zeit um 2.500 v. Chr. legen Zeugnis aus der frühgeschichtlichen Zeit ab.

In römischer Zeit entsteht in der westiberischen Provinz Lusitanien unter Kaiser Augustus die "Colonia Augusta Emerita", das heutige Mérida und Hauptstadt der Extremadura. Museen, römisches Theater, die herrliche römische Brücke über den Guadiana sind sehenswerte Zeugnisse aus jener Zeit.

Klosterhof im Wallfahrtsort Guadalupe mit der "Schwarzen Madonna"Klosterhof im Wallfahrtsort Guadalupe mit der "Schwarzen Madonna"
Unter der maurischen Herrschaft zwischen 711 und 1234 entstanden die Wehrburgen (alcazaba), z. B. in Trujillo, Cáceres und Alcántara.

Nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Dienste der spanischen Könige, erfolgte ein Aufbruch in die Neue Welt, an dem Männer aus der Extremadura entscheidenden Anteil hatten: Francisco Pizarro aus Trujillo zerschlug das Imperium der Incas in Peru, Hernán Cortés aus dem Dorf Medellín eroberte das Aztekenreich in Mexiko, Francisco de Orellana aus Trujillo erforschte den Amazonas, Pedro de Valdivia aus Villanueva de la Serena gründete die chilenische Hauptstadt Santiago - und viele andere zogen aus und scheiterten.

Sehenswerte und historisch interessante Orte in der Extremadura sind u. a.:
Trujillo - Stadt der Konquistadoren
Cáceres - UNESCO Weltkulturerbe
Mérida - Römerhauptstadt
Kloster Guadalupe - Marienwallfahrtsort
• Kloster Yuste - Sterbeort Kaiser Karls V.
Plasencia - Bischofsstadt an der Via de la Plata