Naturreisen in der Extremadura

Extremadura & NP Daimiel

TRAPPEN, GEIER, STÖRCHE UND BLÜHENDE DEHESAS:

Natur- und Vogelbeobachtung mit kleinen Wanderungen in der Extremadura und dem Nationalpark Tablas de Daimiel

Reiseleitung: Roberto Cabo

Termin 13.04. - 21.04.2018


Die außergewöhnliche Vielfalt ihrer Vogelwelt und die enormen Weiten ihrer beeindruckenden Landschaften haben die Extremadura vor allem bei Vogelbeobachtern zu einem Traumziel in Europa werden lassen.

 

 

Seit meiner Jugend werde ich von der Extremadura angezogen und lade Sie ein, gemeinsam den Naturreichtum und die Schönheit dieser südwestspanischen Landschaften auf kleinen Wanderungen und Fahrten zu erleben. Wir beobachten die charakteristischen Tier- und Pflanzenarten in deren Lebensräumen und spüren die Stille und den Frieden beim Wandern durch weiträumige Naturland-schaften.
Wir wohnen in einem kleinen Hotel in Trujillo mit gutem Essen. Die Lage ist ideal um von hier aus sternförmig unsere Exkursionsziele zu erreichen.

 

Die beiden letzten Tage beobachten wir im und um den Nationalpark "Tablas de Daimiel", einem Feuchtgebiet am Guadianafluss, ca. 170 km südlich von Madrid, eingebettet in Weinbaugebiete und Steppenlandschaften. Hier erwarten wir Vogelarten wie Weißkopf-Ruderente, Mariskensänger, Bart- und Beutelmeisen, Flamingos sowie zahlreiche Limikolen- und Entenarten.



Den thematischen Rahmen bildet die Natur- und Vogelbeobachtung und das Naturerlebnis, ergänzt durch das Verständnis für die Entstehung des heutigen Landschaftsbildes das bedingt ist durch uralte Nutzungsformen, wie z. B. die Wanderweide (Transhumanz).
Ein Rundgang durch den beeindruckenden mittelalterlichen Ort Trujillo, Heimat mehrerer bekannter Konquistadoren, mit vielen Störchen, Rötelfalken, Schwalben und Seglern, ergänzt das Bild der Region. Meist fahren wir auch nach Mérida, der römischen Hauptstadt der Iberischen Halbinsel, um auf der 800 m langen Römerbrücke über den Guadiana den Blick auf die Flußinseln mit ihren Reihern, Eisvogel, Beutelmeise, Purpurhuhn... zu genießen

In einer Gruppe ergeben sich immer interessante Fragen, so dass in dieser Woche ein abgerundetes Bild über den Themenbereich Natur und Naturschutz in Spanien, Fauna und Flora, Landesgeschichte, Land & Leute... entstehen wird.


Reiseverlauf

1. Tag: Individuelle Anreise nach Madrid (zahlreiche Flugverbindungen ab D-CH-A). Abholung am Flughafen und Transfer zu unserer Unterkunft. Begrüßung und gemeinsames Abendessen.

2.–5. Tag: Auf Fahrten und Wanderungen (ohne besondere Anstrengungen und Schwierigkeiten) lernen wir die charakteristischen Großlandschaften der Extremadura mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt kennen. Anders als meist sonst in Europa handelt es sich hier nicht um einige wenige, konkrete Naturschutzgebiete die durch Siedlungen, Infrastrukturen und intensive Landnutzungsformen inselartig voneinander getrennt wurden. Das Besondere der Extremadura als Naturraum ist vielmehr das fast flächendeckende Vorhandensein von sehr naturnahen Landschaften, geprägt von extensiver Weidewirtschaft, Wald und Dehesas, ausgedehntem Brach- und Buschland, unregulierten, frei fließenden Bach- und Flussläufen... und wenigen, sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Dörfern.
Im Folgenden werden die Vögel besonders herausgestellt da sie die bekanntesten Protagonisten der Extremadura sind – aber wir achten genauso auf die Pflanzen, Reptilien, Schmetterlinge... Wer die hier vorkommenden, begehrten und seltenen Vogelarten kennen lernen möchte, wird sie in dieser Woche auch fast alle beobachten können (unter Berücksichtigung der jew. Jahreszeit für jede Vogelart!) – dennoch wollen wir die Natur auch in ihrer ganzen Vielfalt auf uns wirken lassen.

Der Nationalpark Monfragüe mit seinem unglaublichen Greifvogelreichtum (Gänse- Mönchs- und Schmutzgeier, 5 Adlerarten, Schwarz-storch, Uhu) zieht sich mit 2 Bergketten parallel zum Tajofluß. Dabei wandern wir durch ursprünglichen, artenreichen mediterranen Wald und auch durch die ältesten Korkeichenbestände der Region, lernen die schwarzen Iberischen Schweine kennen, deren Schinken zu den besten der Welt gehören und genießen den Spaziergang entlang eines völlig naturbelassenen kleinen Flusses mit Vorkommen von Fischotter, Maurischer Bachschildkröte und sogar Europäischer Sumpfschildkröte.

Kontrastierend zur Stein-eichendehesa bieten die offenen Steppenland-schaften mit extensiver Weidewirtschaft Lebensraum für Groß- und Zwergtrappe, Triel, Steinkauz, Wiesen-weihe, Flughühner, Häherkuckuck, Mittelmeer-Raubwürger,  und mehrere Lerchenarten. Wir beobachten auch das Balzgeschehen der beiden Trappenarten.

Ausgedehnte  Kork- und Steineichenbestände,  blühende Wiesen und Hänge, mittelalterliche Brücken über unbegradigte Bach- und Flußläufe, kleine, urige Dörfer und Landschaften wie sie in Europa sonst nirgendwo zu finden sind: all diese Impressionen bleiben unvergesslich.

 

Ein z. T. verlandender Stausee hat sich in den letzten Jahren zu einem Wasservogelparadies entwickelt. 

Hier brüten Purpurhuhn, Zwergdommel, Purpur-, Rallen-, Kuh-, Seiden- und Nachtreiher, Rohrschwirl, Teich- und Drosselrohr-sänger  sowie Beutelmeise. Aus Beobachtungshütten bieten sich gute, störungsfreie Beobachtungsmöglichkeiten.

 

6. Tag: Wir verlassen Trujillo nach Südosten, erkunden zunächst noch die Offenlandschaften La Serena, eine Burg mit Trauersteinschmätzer und Alpenkrähen, ein Felsmassiv mit vielen Greifvögeln und Schwarzstorch um dann durch einsame Landschaften am Nachmittag die Region La Mancha und unseren Standort Daimiel zu erreichen.

 

7. und 8. Tag: Wir beobachten sowohl im Nationalpark Tablas de Daimiel als auch an umliegenden Lagunen. Hier kommen in der ansonsten recht trockenen zentralspanischen Landschaft unterirdische Wasseransammlungen an die Erdoberfläche und bilden ein Geflecht von Seen und Feuchtgebieten. In den vergangenen Jahren trockneten diese auch öfters aus, da die umgebende Landwirtschaft den Grundwasserspiegel stark senkte. Mehrere Entenarten (auch Weißkopf-Ruderente), Reiher, Schwarzhalstaucher, Bart- und Beutelmeisen und Limikolen kommen hier vor. Vorgesehen ist auch der Besuch der riesigen und imposanten Burgruine von Calatrava mit reicher Blumenvegetation und felsbewohnenden Vogelarten.

 

 

 

9. Tag: Nach dem Frühstück Rücktransfer nach Madrid oder wahlweise individuelle Verlängerung Ihres Aufenthaltes in Spanien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie den Reisebericht und die Vogelartenliste 2014


Reisebericht und Vogelartenliste 2015


Reisebericht und Vogelartenliste 2016

 

 

Leistungen:

  • 8 Übernachtungen in stilvollen kleinen Hotels mit Frühstück und Abendmenu (incl. Wasser und Wein). Jedes Zimmer selbstverständlich mit eigenem Bad.
  • Alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Madrid im Minivan (Fahrer Roberto Cabo)
  • Reiseleitung: Roberto Cabo
  • Sicherungsschein

Nicht im Preis eingeschlossen ist die individuelle An- und Abreise nach Madrid (Sie können sich den Flug entweder selber buchen oder Terraviva vermittelt Ihnen die Flugbuchung) sowie das Mittagessen (meist als Picknick); für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.


Termin

13.04. - 21.04.2018


Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage - natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich


Reisepreis 2018

p. Pers. im Doppelzimmer 1.640,- EUR  /  Einzelzimmerzuschlag 260,- EUR

min. 6 - max. 9 Teilnehmer

 

 

Veranstalter: Terraviva Reisen e. K.