

Extremadura und Andalusien - eine ornithologisch-naturkundliche Reise
Bitte lesen Sie auch die Einführung zu den Reisen "Minigruppen Extremadura": die allgemeinen Anmerkungen dort haben auch für diese Reise Gültigkeit. Die Reise im Februar 2012 kombiniert nicht nur die beiden beeindruckenden Großräume Extremadura (mit Nationalpark Monfragüe) und Nationalpark Coto Doñana sondern bildet auch ein besonders breites Spektrum an Vogelarten ab.
Der Reisetermin am Ende des Winters/Frühlingsbeginn lässt uns noch die typischen Wintergäste wie Kraniche, Goldregenpfeifer, Kiebitz- und Lerchenschwärme ebenso antreffen wie bereits zurückkehrende Schwalben und viele andere typische spanische Brutvogelarten.
1. Tag: Individuelle Fluganreise nach Madrid; nach Eintreffen der Teilnehmer am frühen Nachmittag Fahrt im Minibus in unsere casa Rural in einem Dorf bei Trujillo.

2. bis 4. Tag:
Von unserem Standort aus unternehmen wir Tagesausflüge um die landschaftliche Vielfalt sowie die Pflanzen- und Tierwelt der meist sehr einsamen Landschaften kennenzulernen.
Wir werden dabei immer wieder Spaziergänge und kleine Wanderungen unternehmen.
Anders als meist sonst in Europa handelt es sich hier nicht um einige wenige, konkrete Naturschutzgebiete, die durch Siedlungen, Infrastrukturen und intensive Landnutzungsformen reliktartig voneinander getrennt wurden. Das Besondere der Extremadura als Naturraum ist vielmehr das fast flächendeckende Vorhandensein von sehr naturnahen Landschaften, geprägt von extensiver Weidewirtschaft, Wald und Dehesas, ausgedehntem Brach- und Buschland, unregulierten, frei fließenden Bach- und Flussläufen... und wenigen, sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Dörfern.
Zur Reisezeit sind im Gebiet sowohl die ganzjährig anwesenden Arten wie die meisten großen Greifvögel und Trappen als auch die hier überwinternden Kraniche, Kiebitze, Goldregenpfeifer und Kleinvogelschwärme anzutreffen.
Der genaue Tagesablauf wird vor Ort kurzfristig festgelegt, abhängig u. a. vom Wetter und den Wünschen der Gruppe. Im Verlauf der 3 Beobachtungstage werden wir folgende Gebiete näher kennenlernen:

Nationalpark Monfragüe. Über 2 Hügelketten parallel des Tajoflusses erstrecken sich ausgedehnte Dehesaflächen (parkartiges Weideland mit Stein- und Korkeichen). Markante Unterschiede der Vegetation zwischen den Nord- und Südhängen. Die Nordhänge sind mit ursprünglichem mediterranen Wald bedeckt (neben Kork- und Steineiche auch Portugiesische Eiche, Erdbeerbaum, Lorbeer-Schneeball, Schmalblättrige Steinlinde, Baumheide) während die Südhänge von Wildem Ölbaum und Steineiche dominiert werden.
Aufgrund der abgeschiedenen Lage wurde das Gebiet erst vor ca. 40 Jahren aufgrund seines weltweit bedeutenden Bestandes an großen Greifvögeln bekannt. Hier leben über 500 Paare Gänsegeier, über 200 Paare Mönchsgeier, dazu 5 Adlerarten, Schwarzstörche und viele weitere andernorts selten gewordene Tierarten. Die Beobachtungsbedingungen der Vogelwelt sind ideal, die Vögel lassen sich bequem beobachten.
Wir unternehmen auch einen Spaziergang in einer uralten Korkeichendehesa mit freilaufenden schwarzen Iberischen Schweinen. Foto: Gänsegeiertrupp in Monfragüe

Dehesas und aufgelassene Reisfelder bilden in den Wintermonaten die bevorzugten Aufenthaltsorte für viele tausend Kraniche der polnischen, skandinavischen und deutschen Brutpopulationen. Auch ein nahegelegener See wird von tausenden von Enten im Winter genutzt.
Fotos: Kraniche und schwarze iberische Schweine in einer Korkeichendehesa
Trujillo Wunderschöne Altstadt. Zahlreiche Konquistadoren stammen aus dieser immer arm gewesenen Region; die wenigen die erfolgreich zurückkehrten ließen prachtvolle Häuser in ihrem Heimatort bauen, etwa Francisco Pizarro aus Trujillo, dem Eroberer von Peru oder Francisco de Orellana, der den Amazonas erkundete.

Steppengebiete um Trujillo und Cáceres Große, baumfreie Ebenen erstrecken sich über hunderte Quadratkilometer und bieten spezialisierten Vogelarten wie Groß- und Zwergtrappen, Flughühnern, Triel und Lerchenarten wichtige Rückzugsgebiete. Besuch einer Burg mit fantastischem Rundumblick. Hier kommen u.a. Alpenkrähe, Blaumerle und Trauersteinschmätzer vor.
5. Tag: Abreise aus Trujillo. Zwischenstopp in Mérida mit Spaziergang über die römische Brücke die seit 2000 Jahren den Guadiana überspannt. Alpensegler brüten hier und auf den Flussinseln brüten Seiden- und Kuhreiher. Oft sieht man auch eine Zwergdommel oder ein Purpurhuhn. Am Nachmittag Ankunft in El Rocío im Nationalpark Coto Doñana
6. bis 8. Tag: Coto Doñana ist der bekannteste spanische Nationalpark. Er liegt am Mündungsgebiet des Guadalquivir und an der Atlantikküste mit herrlichen, endlosen Sandstränden. Wir erkunden die wichtigsten Lebensräume: mediterraner Buschwald, flache, periodisch überschwemmte Marschflächen und riesige Wanderdünen. Vom Herbst bis in den Frühling ist es ein enorm wichtiges Rastgebiet für europäische Vögel auf ihrem Zugweg. Die weltweit seltenste Katzenart, der Pardelluchs, kommt nur noch in zwei Populationen in Andalusien vor. Manchmal hat man als Beobachter Glück und ein Pardelluchs kreuzt den Weg.
Fotos: Pardelluchs und Seidenreiher
Eine halbtägige Jeepfahrt bringt uns auch in die Kernzone des Nationalparks. Wir wohnen im bekannten Wallfahrtsort El Rocio, direkt an den Marismas in einem kleinen, ansprechenden Hotel mit gutem Restaurant.
9. Tag: Fahrt nach Sevilla zum Flughafen (ca. 1,5 Stunden Fahrzeit) und Rückreise.
04. - 12. Februar 2012
Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage - natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich
Pro Person im Doppelzimmer EUR 1.290,-
Pro Person im Einzelzimmer EUR 1.440,-
Mindestteilnehmerzahl 6, maximal 7 Personen
Veranstalter: Terraviva Reisen e. K.